Exkursion des WP Heimatkunde
Nachdem der WP Heimatkunde im ersten Halbjahr den Grundstock für ein digitales Schularchiv legte und an zwei Präsentationen zum Thema „Die Burg“ und „Zeitreise – Osterrath seit 1970“ arbeitete, erkundete die Gruppe am 22.April das außerordentlich sehenswerte „Wiedenbrücker Schule Museum“, welches seit November 2008 die kulturelle Landschaft der Stadt bereichert.
Ausgangspunkt des Museums ist das Werkstattgebäude der Altarbildhauerfirma Diedrichs & Knoche aus dem Jahr 1904, in dessen Umfeld sich eine wirtschaftlich und künstlerisch interessante Stilrichtung („Schule“) entwickelte, die auch ausbildete. Die transparente Architektur des modernen Museums, die uns schon im Entree begrüßte, gefiel sehr, sie unterstrich das Raumgefühl für die aufwändig restaurierte historische Werkstatt. Dadurch stellte sich gleich eine neugierig-wahrnehmende Stimmung ein, die für die Geschichte der Gebäude (Wohnhaus, Werkstatt) sensibilisierte. Da die Feinheiten der sakralen Kunst nicht unbedingt das Hauptinteresse der Gruppe war, durften wir unter den wohlwollenden Fittichen von Herrn Schumacher eine spannend und zugleich niveauvolle Zeitreise in die Geschichte der ehemaligen Altarbildhauerwerkstatt genießen, die die Stadtgeschichte und Wirtschaftsgeschichte gleichermaßen berührte. Dabei hätten wir schon alleine im modern ausgestatteten ersten Raum zur Geschichte des Künstlerhauses und des Werkstattgebäudes des Museums mit der sehr zu lobenden interaktiven Karte zu den vielen verschiedenen Werkstätten in Wiedenbrück und den Biographien der Künstler ohne Probleme einen interessanten Nachmittag verbringen können. Besonders großen Anklang fand dann die Galerie mit Bildern und Skulpturen Wiedenbrücker Künstler in den Räumen des Obergeschosses, wo wir ein bisher von uns noch nicht archiviertes Bild von der „Burg“ des Landrates Osterrath, dem Namensgeber unserer Schule, entdeckten. Eine auf dem Boden aufgebrachte, begehbaren historischen Karte der Stadt Wiedenbrück aus dem Jahr 1768 lud in Raum 2 zum Erkunden ein. Neugierig machte auch die nur kurz besehene Ausstellung zu Funden aus der Ur- und Frühgeschichte der Stadt im Dachraum. Herr Schumacher eröffnete uns außerdem einen Einblick in das idyllisch im Turmzimmer liegende gut sortierte Archiv zur Stadtgeschichte (Präsenzbestand), in dem man gerne auf Anfrage in Quellen wie alten Zeitungen und Veröffentlichungen schmökern darf. Eigentlich wollten wir uns noch in der Luise-Hensel-Ecke einen Einblick über die Frauengeschichte verschaffen, dazu reichte dann die Zeit nicht mehr, die wir schon reichlich überzogen hatten. Neugierige finden Infos unter http://www.wiedenbruecker-schule.org Wir danken Herrn Schumacher an dieser Stelle herzlich für die engagierte Einführung in das Museum, das wir wärmstens empfehlen können. Sabine Klemm mit Nicole Baßfeld, Daniel Engemann, Alexa Fechtel, Nils Manche & Max Menke Diashow zur Exkursion
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