Am vergangenen Freitag besuchten die Klassen 5a und 5b unter der Leitung von Fr. Knies und Fr. Weyrowitz und Herrn Klose und Frau Dittrich-Borgmeier das Theater in Paderborn, um das Weihnachtsstück „Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens anzuschauen.
Nach einer gemeinsamen Busfahrt stand ein kurzer Spaziergang durch die Stadt auf dem Programm. Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler durch Herrn Klose einige interes-sante Informationen zur Paderquelle und im Domhof wurde das „Drei-Hasen-Fenster-Rätsel“ gelöst. Durch den Dom hindurch führte der Weg dann direkt zum Theater.
Hier angekommen lernten die Kinder das erst 2011 errichtete, moderne Theater kennen und verfolgten mit Spannung den von Danielle Strahm inszenierten Klassiker. Obwohl draußen noch fast sommerliche Temperaturen herrschten, fanden die Zuschauer schnell in die weih-nachtliche Stimmung hinein. So beeindruckte das durchdachte Bühnenbild genauso wie, die Schneeflocken werfenden Spaziergänger am Anfang des Stückes.
Sofort war für die Schülerinnen und Schüler klar, dass die Hauptfigur Ebenezer Srooge ein geiziger, schlechtgelaunter und einsamer Mensch ist, der wenig Mitleid für seine Mitmen-schen hat. Als ihm dann sein ehemaliger Partner aus der Unterwelt zu warnen versucht, braucht Mr. Scooge noch einige Zeit, um sich klar zu werden, dass Geld allein nicht glücklich macht.
So lernten die Kinder im Laufe des Stückes sowohl den „Geist der vergangenen Weihnacht“, den „Geist der gegenwärtigen Weihnacht“ als auch den „Geist der zukünftigen Weihnacht“ kennen. Mit ausgefallenen Tricks erschienen die Geister aus Betten oder einfach als leuch-tende Kugel, sodass besonders dem einen oder anderen kleinen Zuschauer etwas gruselte. Oft wurde jedoch auch mit Absicht auf Technik verzichtet und mit ganz einfachen Mitteln ge-arbeitet, was dann besonders imponierte. So wurde beispielsweise eine Handpuppe sichtbar durch zwei Schauspieler geführt und bewegt, was aber im Laufe des Dialoges sehr faszinier-te.
Gebannt verfolgten die beiden Klassen wie der kaltherzige Scrooge immer nachdenklicher wurde und zuallerletzt sein Leben radikal veränderte und sein Herz öffnete. Abschließend gab es tosenden Beifall aller Zuschauer und die Schauspieler verneigten sich einige Male.
Nach diesem einstündigen „Spuk“ konnten die Schülerinnen und Schüler dann noch auf ei-nem Stadtspielplatz gemeinsam über das Stück nachsinnen oder einfach ein bisschen toben, bevor es dann zurück zur Schule ging.



Foto: Weyrowitz

Homepage des Theaters Paderborn: https://www.theater-paderborn.de/final/html/event_53331.php