Andorra ist überall“, stellten diese 32 Schülerinnen und Schüler am 10.Oktober begleitet von Frau Wachter (ehemals Maschmann) und Herrn Diekmann nach ihrem Theaterbesuch „Andorra“ von Max Frisch fest.
Das Drama handelt von Andri, einem angeblichen Juden, der von seinem Vater vor den Schwarzen gerettet wird. Diese ausgedachte jüdische Identität wird ihm von den Andorranern so sehr eingeredet und mit Vorurteilen und Diskriminierung unterstützt, dass er am Ende sogar der quasi „objektiven“ Überprüfung durch die Judenschau (der Judenschauer „erkennt“ den Juden angeblich am Gang) standhält und als Jude (der er nie war) entlarvt und umgebracht wird.
Die Inszenierung war fantastisch, darüber waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig. Besonders die Darstellung der „Judenschau“ und dessen Inhalt regte alle zum Nachdenken und zu weiteren Diskussionen an: „Wer ist Schuld an Andris Tod? …der Vater, Andri selbst, alle?? Und woher kommen eigentlich Vorurteile?“
Das Stück „Andorra“ ist eine hoch aktuelle Kritik an Rassismus, Antisemitismus und „handelt nicht von Hauptakteuren, sondern von uns und unseren Freunden“, sagte Max Frisch selbst.